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Welpenstunde

Viele Trainer und Ausbilder sind immer noch der Meinung, dass man mit der Erziehung und Ausbildung eines Hundes erst beginnt, wenn dieser das Alter von einem Jahr erreicht hat. Dazu kommt der Irrglaube jener Besitzer, die ihren Welpen, sobald er ins Haus der neuen Familie eingezogen ist, in Watte packen. Dem neuen Familienmitglied keinen Stress und Lärm zumuten, ihn nirgendwo mit hinnehmen, aus Angst, er könnte krank werden. Diese Vorgehensweise kann fatale Folgen haben. Der Hund beginnt mit dem Lernen sobald er geboren wird. Am Anfang sind seine Augen geschlossen, er ist taub und bewegt sich in kreisenden Bewegungen mit jammernden Lauten. In diesem zarten Alter, lernt der Hund schon einen milden Umgang mit Stress und Frustration, durch den Kampf um die beste Zitze der Mutter.

 

Die Sozialisationsphase beginnt ca. mit der 4. Lebenswoche und endet, je nach Rasse, zwischen der 12. bzw. 14. Lebenswoche. Nur in dieser Zeit lernt der Welpe, die für seinen Lebensraum typischen Situationen, Ereignisse und soziale Spielregen kennen und benutzt diese sein Leben lang als Vergleichsmaßstab für ähnliche Situationen. Hat der Hund in dieser Zeit wenige Erfahrungen gemacht, kann er auch später nichts vergleichen und wird mit Angst reagieren. Im schlimmsten Fall entwickelt sich ihr Hund dann zu einem stark ängstlichen Hund.



Unterteilung in der Sozialisationsphase

- 3. bis 6. Lebenswoche

 Prägung auf andere Hunde

 

- 4. bis 12. Lebenswoche

 Prägung auf Menschen

 

- 4. bis 16. Lebenswoche

 Prägung auf andere Tierarten

 

- 6. bis 18. Lebenswoche

 Prägung auf unbelebte Objekte und Situationen

 

Wichtig: nach Abschluss der Sozialisationsphase ist eine vernünftige Prägung nicht mehr möglich. Alles was der Welpe in dieser Zeit von unserem schnelllebigen Leben nicht kennen gelernt hat, ist nur mühsam wieder aufzuholen. Deshalb ist eine gute Prägung so wichtig für das spätere Hundeleben. Zu einer guten sozialen Prägung kann der Züchter, sowie der neue Besitzer eine Menge zu tun und aus tierschutzrelevanter Sicht, ist es sogar deren Pflicht. Denn verhaltensgestörte und überängstliche Hunde sind hausgemacht und werden nicht so geboren.



Umgang mit Angst

Bis zur 5. bis 6. Lebenswoche sind Welpen ihrer Umwelt, Neuem und Unbekanntem gegenüber noch neugierig und unbefangen. Erst dann entwickelt sich bei ihnen die Fähigkeit Angst zu empfinden. Diese nicht beeinflussbare Phase ist von der Natur aus gutem Grund so angelegt, denn in den ersten Lebenswochen lernt der Wolfswelpe nur seine Umgebung und Rudelmitglieder kennen. Er muss die Spielregel innerhalb des Rudels lernen und dafür ist es sehr nützlich, wenn man neugierig und aufgeschlossen ist. Wird der tapsige Wolfswelpe älter, entfernt er sich zunehmend mehr vom Rudel und erkundet seine Umgebung, würde er hier einem Feind begegnen und keine Angst und die damit verbundenen Reaktionen zeigen, wäre das sein früher, sicherer Tod. Diese Phase durchläuft auch unser Hundewelpe. Packen Sie ihren Welpen nicht in Watte, sondern in die Welpenschule und ins richtige Leben. Wenn Sie ihm alle negativen Erfahrungen ersparen, verhindern Sie damit einen guten Start ins Hundeleben und laufen Gefahr einen Hund mit anormalen Verhaltensweisen heranzuziehen.



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Beißhemmung

Die so genannte Beißhemmung ist nicht angeboren, sondern wird erlernt. Dies geschieht im Spiel mit Artgenossen durch ein Aktions-Reaktions-Muster. Der Welpe beißt einen anderen Welpen, dieser jault auf und beißt mit gleicher Gegenwehr zurück um den Angriff abzuwehren. Dabei lernen Welpen, dass sie fest und weniger fest zubeißen können. Auch die Besitzer können hier einiges zutun und in der Welpenstunde erlernen, wie Sie die Beißhemmung ihres Welpen fördern.



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Meine Welpenstunde

Da aus dem vorher geschriebenen hervorgeht, dass dem Hundehalter für eine gute Sozialisation ab dem Zeitpunkt des Hundekaufs nicht viel Zeit bleibt, trifft sich unsere Welpengruppe mindestens einmal pro Woche. Wir trainieren nicht nur auf dem Hundespielplatz, sondern auch an öffentlichen Plätzen. In den Trainingsstunden spielen wir Alltagssituationen nach, arbeiten mit Geräuschen von CD, üben schon die ersten Hörzeichen, erleben Umweltabenteuer und überwinden kleine Herausforderungen wie die nachstehenden Bilder zeigen. Ich versuche in den Unterricht alle nur denkbaren Aktionen einfließen zu lassen, um dem Welpen ein großes Bild von seiner Umwelt zu verschaffen. So wird er sie später überall hin problemlos begleiten können. Als Hundehalter bedeutet das weniger Einschränkungen und mehr Freiheit für gemeinsame Aktivitäten.



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Hundezentrum Meschede

Daniela Hofer

Tel.: 02 91 - 5 75 39

Fax: 02 91 - 90 24 62 8

Mobil: 01 71 - 288 02 01

daniela.hofer(at)t-online.de

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Im Schwarzen Bruch 33 a 

59872 Meschede

 

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Impressionen




In einer Welpengruppe sollte viel los sein. Der Welpe sollte die unterschiedlichsten Dinge und Personen kennen lernen, damit er diese im späteren Leben als selbstverständlich betrachten kann und zu einem freundlichen Hund heranwächst.





Hier ein typisches Beispiel für das Erlernen der Beißhemmung. Welpen lernen im Spiel mit gleichaltrigen Artgenossen ihr natürliches, aggressives Verhalt angemessen und kontrolliert ein zu setzen.




Hier wird eine sehr bedrohliche, beengende Situation geübt. Die Blechwände machen noch dazu ein lautes, trommelndes Geräusch, wenn die Helfer mit den Händen dagegen klopfen. Die Situation wird durch eine Futterbelohnung im richtigen Moment für den Welpen zum positiven Erlebnis.





In einem Aufzug wird die Distanz zum Mensch für den Hund bedrohlich nah. Insbesondere bei fremden Personen fühlt sich der Hund schnell bedroht. Nicht gelernt, kann das später in engen Situationen zu einer Katastrophe führen.





Bei dieser Übung lernt der junge Hund an lockerer Leine zu laufen und sich dabei auf seinen Besitzer zu konzentrieren. Später wird das Verhalten zum "Bei Fuß" gehen ausgebaut.





Auch diese Übung hilft dabei, dem Hund die Angst vor engen Räumen und Situationen zu nehmen. Bei der Suche nach Futterbrocken ist die enge Umgebung nur noch halb so schlimm.




Ein Mescheder Busunternehmen hat uns für diese Übung einen Bus zur Verfügung gestellt. So können die Hundehalter in aller Ruhe das Ein- und Aussteigen üben.




Übungen mit Geräten fördern das Selbstvertrauen und die Bindung zwischen Halter und Hund. Außerdem machen sie riesigen Spaß.